Kein Erfolg in Brühl

15. Dezember 2025

Am 3. Advent verloren die ersatzgeschwächten Schachesel mit 10:14 gegen die 6. Mannschaft des Brühler SK.

Durch die Ausfälle von Mannschaftsführer Hermann Meuter und Hubert Pradel mussten die Poller alle Reserven aktivieren, um die sechs Bretter besetzen zu können. Auch wenn es zwischenzeitlich so aussah, als wäre wenigstens ein Punktgewinn möglich, neigte sich das Blatt in der Schlussphase zugunsten der Heimmannschaft.

Werner Zitz hatte es an Brett 5 mit einem recht betagten, aber noch sehr pfiffigen Gegner zu tun, der fast 200 Wertungspunkte höher eingestuft ist. Es entwickelte sich eine spannende Partie, in der das Zentrum sehr umkämpft war. Letztendlich einigte man sich auf Remis, was ein Achtungserfolg für Werner ist.

An Brett 2 konnte Dirk Heidtmanns Gegnerin eine aktivere Position erspielen, ein wirklicher Durchbruch zeichnete sich jedoch nicht ab. Dirk konnte die Stellung und die Partie im weiteren Verlauf beruhigen, sodass man sich auf ein leistungsgerechtes Unentschieden einigte.

Neuzugang Steffen Bergfeld hatte es bei seinem ersten Wettkampfeinsatz an Brett 6 mit einem sehr erfahrenen Spieler zu tun. Steffen, der an den Spieleabenden durch starke Leistungen beeindrucken konnte, musste erfahren, dass Trainings- und Spielbetrieb zwei vollkommen verschiedene Situationen sind.

Der Brühler Spieler machte gewaltig Druck auf Steffens Damenflügel, nach über zwei Stunden Spielzeit war die Stellung nicht mehr zu halten. Der Schachesel gab auf. Diese Niederlage sollte Steffen bei seinem Debüt keineswegs entmutigen. Das Potenzial ist definitiv vorhanden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis erste Erfolge erzielt werden.

Dieter Klemm verwickelte sich an Brett 3 mit seinem jungen Brühler Gegner in ein Turmendspiel. Dabei hatte Dieter lange Zeit Probleme, seine Türme zu verbinden. Schließlich war ein Mehrbauer ausschlaggebend für den Sieg des Brühlers. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Schachesel bereits zwei Niederlagen hinnehmen müssen, aber da noch zwei Spiele liefen, bestand weiterhin Hoffnung auf ein Unentschieden.

An Brett 1 spielte Ralph Weber wie gewohnt souverän und erspielte sich im Mittelspiel nach 2,5 Stunden leichte Stellungsvorteile. Allerdings waren selbst zu dieser späten Spielphase noch sehr viele Figuren auf dem Brett. Eine überflüssige Springergabel sorgte für einen Materialverlust und zwang Ralph schließlich zur Aufgabe. Nachvollziehbar, dass Ralph sich nach dem Spiel darüber ärgerte, den Springerzug übersehen zu haben.

An Brett 4 spielte Claus Bürvenich zum vierten Mal in Folge mit Schwarz und traf dabei auf eine Gegnerin mit fast gleicher Wertungszahl. Im 23. Zug konnte Claus durch eine Kombination einen Mehrbauern erobern. Im Endspiel brachte er seinen König so in die Brettmitte, dass sich für die Brühler Spielerin eine Zugzwangsituation ergab, die zum Verlust eines weiteren Bauern führte. Die Stellung war für Weiß nicht mehr zu halten. Nach drei Stunden ging der Sieg im 38. Zug an den Poller Spieler.

Nach der Niederlage rutschen die Poller Schachesel auf einen Abstiegsplatz. Da aber noch fünf Spieltage ausstehen, sind noch einige Punkte zu vergeben. Das Saisonziel Klassenerhalt bleibt weiter in Reichweite.

Claus Bürvenich