Am zweiten Spieltag mussten die Poller Schachesel beim Bezirksliga-Absteiger SF Ford II mit 7:16 eine herbe Niederlage hinnehmen. Der Wettkampf stand für die Poller Mannschaft von Beginn an unter einem schlechten Vorzeichen. Poll hatte trotz breit aufgestellten und mit vier Ersatzspielern gut bestückten Kaders so viele Ausfälle und Absagen, dass die Mannschaft Brett 6 nicht besetzen konnte und eine Partie kampflos verloren ging.

An Brett 4 hatte Claus Bürvenich mit dem am besten bewerteten Spieler der Heimmannschaft ein schweres Los gezogen. Sein Gegner war im vergangenen Jahr noch in der Regionalliga aktiv und spielte zu seinen besten Zeiten mit einer Wertungszahl von 2000. Auch wenn Claus sich nach Kräften bemühte, wurde der Druck auf seine Stellung zunehmend größer. Er gab im 25. Zug auf.

Anschließend nahm Steffen Bergfeld an Brett 3 ein Remisangebot seines Gegners an, das wohl rein taktisch motiviert war. Denn zu diesem Zeitpunkt führte die Heimmannschaft bereits mit zwei Siegen.  Die Stellung war nach rund 20 Zügen noch relativ ausgeglichen und es wäre durchaus noch einiges zu spielen gewesen. Das Unentschieden ist ein Achtungserfolg für Steffen: Sein Gegner bringt deutlich mehr Erfahrung mit und war in der vergangenen Saison noch eine Klasse höher aktiv.  

Unter ähnlichen Voraussetzungen endete auch Ralph Webers Partie an Brett 1 remis. Die Stellung war ziemlich ausgeglichen, wobei beide Spieler jeweils einen unangenehmen Springer im Zentrum positionieren konnten. Da der Sieg der klar führenden Niehler schon fast sicherstand, spielte das Ergebnis den Gastgebern in die Karten. Für Ralphs persönliche Bilanz geht Remis absolut in Ordnung, da sein Gegner die deutlich bessere Wertungszahl aufweist.

Werner Zitz zeigte an Brett 5 gegen einen stärkeren Gegner eine gute Leistung und konnte die Partie lange ausgeglichen halten. Für Spannung sorgte dabei, dass sein Gegner mit arger Zeitnot zu kämpfen und zwischenzeitlich nur noch sieben Sekunden auf seiner Uhr hatte. Der Niehler Spieler kam mit dieser Drucksituation aber gut zurecht und konnte in der Schlussphase sogar noch die Oberhand gewinnen. Im Endspiel mit drei Bauern im Rückstand gab Werner auf. Damit hatten die Niehler den Mannschaftssieg sicher.

Die letzte, an Brett 2 laufende Partie hatte auf das Mannschaftsergebnis keinen Einfluss mehr. Obwohl auch Dirk Heidtmann nicht der Favorit war, sah es sehr lange nach einem toten Remis aus. In einer verbauten Stellung mit jeweils dichten Bauernstrukturen konnte kein Spieler einen Vorteil erzielen oder einen Durchbruch schaffen. Leider stellte Dirk einen Springer ein, und auch diese Partie ging an SF Niehl II.

Zum nächsten Spieltag wird sich die Personalsituation der Schachesel durch die Rückkehr mehrerer Stammkräften endlich erheblich entspannen. Dann können sich auch wieder Erfolgserlebnisse einstellen. 

Claus Bürvenich

Zur Saisonpremiere mussten die Schachesel eine 11:13 Niederlage hinnehmen. Gespielt wurde am 6. September 2026 im heimischen Engelshof in Porz-Westhoven gegen die freundliche 6. Mannschaft des Brühler SK. Grundsätzlich gehen die Esel aufgrund ihrer guten und jüngst gewachsenen Kaderstärke optimistisch und ambitioniert in die neue Spielzeit. Aber das Fehlen von gleich drei Stammspielern erwies sich als ein zu starkes Handicap.

Am letzten Spieltag der Saison mussten die Schachesel im Heimspiel gegen Kölner SV 8 eine 10:14-Niederlage hinnehmen. Für beide Mannschaften ging es sportlich um nichts mehr, und so konnten die Esel das Fehlen von drei Stammkräften verkraften. Die Gäste standen als Tabellenzweiter bereits als Aufsteiger fest, die Poller hatten sich nach guten Ergebnissen bei den vergangenen Wettkämpfen schon aller Abstiegssorgen entledigt.

Am 7. Spieltag mussten die Schachesel ohne zwei Stammspielern antreten. An den hinteren Brettern kamen nach den Ausfällen von Hermann Meuter und Dieter Klemm die Neuzugänge Steffen Bergfeld und Christof Schadt zum Einsatz. Sie hatten an den Spielabenden bereits gezeigt, dass sie keine Platzhalter sind, sondern eine echte Verstärkung. Gegen die homogen besetzte zweite Mannschaft des SK Köln Südwest musste eine starke Leistung her, um weitere Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Der Spieler mit der niedrigsten Wertungszahl in der gegnerischen Mannschaft kann eine Zahl von 1524 vorweisen.  

Werner Zitz erwischte an Brett 4 einen unglücklichen Start: Er verlor bereits in der Anfangsphase eine Figur. Trotzdem versuchte er weiterhin, aktiv zu bleiben und Gegenspiel zu entwickeln.  Sein Gegner nutzte seinen Vorteil jedoch konsequent aus, sodass die Partie für den Spieler aus Poll nicht mehr zu retten war.  Die Schachesel lagen mit 0:1 zurück.

An Brett 5 zeigte Steffen Bergfeld eine souveräne Leistung. Schon früh dominierte er die Partie und konnte Material erobern. Nach dem Verlust einer weiteren Figur gab sein Gegner auf, der Wettkampf stand 1:1.

Am 7. Spieltag musste Claus Bürvenich an Brett 3 zum sechsten Mal mit Schwarz antreten. Er erarbeitete sich dabei gegen einen rund 100 Wertungspunkte stärkeren Gegner eine etwas aktivere Stellung. Da der Spieler von SK Köln Südwest beharrlich verteidigte und sich kein echter Vorteil abzeichnete, bot Claus aus mannschaftstaktischen Gründen Remis an. Er hatte gesehen, dass bei den noch laufenden drei Partien kein Poller Spieler schlechter stand und er auf die Endspielstärke von Christof Schadt an Brett 6 setzen konnte. Der Spieler von SK Köln Südwest willigte ein.

Ralph Weber hatte im Endspiel eine aussichtsreiche Position.  Es standen sich jeweils König, ein Springer und vier Bauern gegenüber, wobei der Gastspieler mit zwei isolierten Bauern die schlechtere Struktur hatte. Ralphs Bauernpaare hingegen waren an beiden Flügeln verbunden.  Es schien, als hätte Ralphs Gegner größere Probleme, seine Stellung bzw. seine Bauern zusammenzuhalten, und der Poller Spieler besaß einen minimalen Vorteil und hatte zumindest ein Remis sicher. Hier wäre eine Computeranalyse interessant, um herauszufinden, ob diese Einschätzung falsch war – oder ob eine Ungenauigkeit des Schachesels der Grund dafür war, dass das Spiel noch kippte.  In der Endphase geriet Ralph in einen Temporückstand und stand unter Zugzwang. Da alle Bauern abgeräumt wurden, gab Ralph auf.

Zuvor kam es nach Abtausch der Springer und Damenumwandlung auf beiden Seiten zu der kuriosen Situation, dass der Spieler von SK Köln Südwest 2 ein Matt übersehen hatte, wodurch das Spiel früher beendet worden wäre. Die Schachesel lagen nun mit 1,5:2,5 im Rückstand.

An Brett 2 zeigte Dirk Heidtmann eine gute Leistung und konnte seinem Gegner mit einer Wertungszahl von 1653 Paroli bieten. Im späten Mittelspiel war die Stellung verfahren, keiner fand einen klaren Angriffsplan. Dirks Remis-Angebot wurde angenommen. Spielstand: 2:3

Die letzte Partie fand an Brett 6 statt. Dort bestritt Christof Schadt nach jahrelanger Pause vom Vereinsschach sein erstes Spiel für die Schachesel. Allerdings ist Christof mit einer Wertungszahl von 1899 alles andere als ein Anfänger und kann auf große Schacherfahrung in höheren Ligen zurückblicken. 

Lange Zeit spielte sich auf dem Brett nicht viel ab und die Partie verlief eher zäh. Christofs Gegner mit einer Wertungszahl von 1615 wehrte sich nach Kräften und konnte das Geschehen ausgeglichen gestalten. Nach über drei Stunden geriet der Spieler der Gästemannschaft zunehmend in Zeitnot. Bei ihm schlichen sich Ungenauigkeiten ein, die Christof geschickt zu nutzen wusste. 

Zug um Zug verbesserte sich Christofs Stellung. Nachdem er einen Turm auf der 7. Reihe positioniert und anschließend einen Bauern gewonnen hatte, wurde der Bauer auf der a-Linie plötzlich brandgefährlich. Nach der Umwandlung in eine Dame und nach über dreieinhalb Stunden Spielzeit sicherte er den Sieg und damit das 3:3.

Mit dem Punkt konnten die Poller Schachesel den Abstand zur Abstiegszone auf zwei Punkte ausbauen. In den zwei verbleibenden Spieltagen ist der Klassenerhalt definitiv möglich.    

Claus Bürvenich

Nach zwei enttäuschenden Niederlagen in Folge waren die von Personalnöten geplagten Schachesel auf den zehnten Tabellenplatz zurückgefallen. Durch einen 13:10-Auswärtssieg beim Satranc Club 2000 II konnte die Poller Mannschaft am 1. Februar 2026 nicht nur die rote Laterne abgeben, sondern auch einen Sprung auf Platz sieben machen. Damit verließ sie die Abstiegsränge.

Die Poller Schachesel treffen sich zu Spielabenden im Bürgerzentrum Engelshof, Oberstraße 96, 51149 Köln. Mit der Bahn ist das Zentrum mit der Linie 7 (Richtung Zündorf) erreichbar.

Von der Haltestelle Berliner Straße sind es etwa 10 Minuten zu Fuß. Wir beginnen um 18.30 Uhr.

Die Spielabende finden in der Regel Dienstags statt. Wer sich für Schach interessiert, ist herzlich eingeladen. Man muss keine großen Erfahrungen im Schach haben, und die Teilnahme ist kostenlos.

Beim Spielabend im Engelshof
Beim Spielabend im Engelshof
Das Bürgerzentrum Engelshof in der Oberstraße, das Spiellokal der Schachesel

Die Schachesel spielen traditionell rund um die Weihnachtszeit ein Blitzturnier. Diesmal handelte es sich allerdings nicht um das Weihnachtsblitz vor dem Fest, sondern um ein Neujahrsblitz. Das Turnier fand am 13. Januar 2026 im Spiellokal, dem Bürgerzentrum Engelshof, statt. Ganz subjektiv berichtet unser Mann vor Ort, Schachesel Dirk Heidtmann.

15. Dezember 2025

Am 3. Advent verloren die ersatzgeschwächten Schachesel mit 10:14 gegen die 6. Mannschaft des Brühler SK.

Durch die Ausfälle von Mannschaftsführer Hermann Meuter und Hubert Pradel mussten die Poller alle Reserven aktivieren, um die sechs Bretter besetzen zu können. Auch wenn es zwischenzeitlich so aussah, als wäre wenigstens ein Punktgewinn möglich, neigte sich das Blatt in der Schlussphase zugunsten der Heimmannschaft.

Am zweiten Spieltag der Bezirksklasse Ost mussten die Schachesel gegen Niederkassel III eine knappe 11:13-Niederlage hinnehmen. Zwischenzeitlich lag man nach der Hälfte der gespielten Partien sogar mit zwei Siegen in Führung. Letztendlich war jedoch die Spielstärke der Niederkasseler an den vorderen Brettern ausschlaggebend dafür, dass der Sieg an die Heimmannschaft ging.