Am letzten Spieltag der Saison mussten die Schachesel im Heimspiel gegen Kölner SV 8 eine 10:14-Niederlage hinnehmen. Für beide Mannschaften ging es sportlich um nichts mehr, und so konnten die Esel das Fehlen von drei Stammkräften verkraften. Die Gäste standen als Tabellenzweiter bereits als Aufsteiger fest, die Poller hatten sich nach guten Ergebnissen bei den vergangenen Wettkämpfen schon aller Abstiegssorgen entledigt.
Werner Zitz musste an Brett 4 bereits früh die Segel streichen und verlor seine Partie. Kurz darauf stellte Neuzugang und Schach-Routinier Christof Schadt erneut unter Beweis, dass er an Brett 6 eigentlich zu tief eingesetzt ist, und siegte souverän. An Brett 2 startete Claus Bürvenich druckvoll und hatte laut der späteren Aussage seines Gegners über lange Zeit Initiative und Stellungsvorteile. Aber er konnte beides nicht halten und nahm im 27. Zug ein Remis-Angebot an. Der Wettkampf stand zu diesem Zeitpunkt unentschieden.
An Brett 3 musste sich Hubert Pradel mit einem aufstrebenden Talent auseinandersetzen. Hubert konnte die Partie zwar lange Zeit ausgeglichen gestalten, geriet aber nach einem Läuferangriff auf seine Dame zunehmend unter Druck. Seine Dame und schließlich die gesamte Stellung gerieten in schwere Bedrängnis. Hubert gab auf.
Steffen Bergfeld deutete an Brett 5 erneut sein Potential an und erspielte sich eine Gewinnstellung. Leider traf er in seiner Druckphase nicht die richtigen Entscheidungen, und das Blatt wendete sich. Als der Verlust der Dame unvermeidbar war, musste Steffen die Niederlage eingestehen.
Dirk Heidmann spielte an Brett 1 gegen einen Gegner mit einer Wertungszahl von 1685 eine starke Partie. Er hatte den Gästespieler, der deutliche Entwicklungsprobleme hatte und kaum etwas Aktives spielen konnte, ziemlich im Schwitzkasten. Allerdings spielt er im entscheidenden Moment einen Damenzug nach e8, wo der Turmzug h2 den Gewinn gebracht hätte. Dirk hatte zwar im Endspiel immer noch leichte Qualitätsvorteile, aber der Gegner konnte die Stellung zusammenhalten und die Partie letztendlich in ein Remis abwickeln.
Für die Schachesel gilt: Nach der Saison ist vor der Saison. Wegen der spielstarken Neuzugänge und der gewachsenen Kadergröße können die Poller Schachesel optimistisch in die Zukunft blicken.
Claus Bürvenich